Aktuelle Beiträge
- 25. November 2024
Wald im Spannungsfeld von Ökologie und Ökonomie: Dritte große Wald-Tagung fand in Bad Zwesten statt
Foto: Klaus-Henning Groth
Dem Wald geht es schlecht und schlechter, gut sichtbar auch bei uns in Hessen. Er leidet unter dem Klimawandel, dem Borkenkäfer oder schädlichen Pilzen, wurde nun sogar selbst vom Klimaretter zum Klimaschädling, weil er mehr Kohlendioxid abgibt, als er aufnimmt. So lautet die amtliche Diagnose des aktuellen Waldschadensberichtes, den manche als Konkursbericht des Waldes bezeichnen. Und damit steht mehr auf dem Spiel, als manche wissen.
Anlass für den grünen Europa-Abgeordneten Martin Häusling, erneut zur nunmehr dritten Waldtagung ins Kurhaus nach Bad Zwesten einzuladen und nach Lösungen zu suchen, die den Wald wieder gesund machen und diesem Lebensraum, seinen Tieren und Pflanzen und damit auch uns Menschen nutzen. Fast 200 Wissenschaftler, Praktiker und Waldbesitzer und Gäste aus ganz Deutschland folgten seinem Ruf und diskutierten am Freitag im vollbesetzten Kurhaus, was zur Rettung des Waldes getan werden kann und muss.
- 04. November 2024
FR - Politik zwischen Baum und Borke
Frankfurter Rundschau: https://www.fr.de/meinung/gastbeitraege/politik-zwischen-baum-und-borke-93388089.html#google_vignette
Der Zustand des Waldes erfordert einen Notfallplan zur Rettung des Sehnsuchtsortes. Ein Gastbeitrag von Martin Häusling, Landwirt und Grünen-Europaabgeordneter.
Nicht überall sieht der Wald so vital aus wie um den Kindelsbergturm. © obs
Es ist noch nicht lange her, dass mit der Vorstellung der aktuellen Bundeswaldinventur auch für das Klima alarmierende Fakten ans Tageslicht kamen. Vorbei sind die Zeiten, dass der deutsche Wald als Kohlenstoff-Senker diente und damit den Klimawandel hätte bremsen können – nun verkehrt sich seine Klimawirkung ins Gegenteil: Er wurde zur Kohlenstoff-Quelle.
In Deutschland sind 600 000 Hektar Wald abgestorben, das entspricht etwa zwei Dritteln der Fläche Hessens. Die Ursachen: extreme Hitze, anhaltende Trockenheit der letzten Jahre, Sturmschäden und eine massive Borkenkäferplage. Ungünstig wirkt auch die Art von Forstwirtschaft, die über Jahrzehnte unsere Laubwälder zugunsten der Fichte als beliebtestem Nutzholz abgeholzt und damit die Widerstandskraft der Wälder geschwächt hat.
So liefert uns die aktuelle Bundeswaldinventur im Grunde fast eine Art Konkursbericht zum deutschen Wald. Wer aber angesichts der dramatischen Situation einen Aufschrei der Waldbesitzenden und der Forstwirtschaft erwartet hatte, sah sich getäuscht.
- 28. Juni 2024
Bauernstimme-Interview: „Gesellschaftliche Mehrheiten für gerechte GAP organisieren“
Interview in der Bauernstimme (Ausgabe 7/8-2024)
- 14. Mai 2024
- 21. März 2024
Kein Gefallen für Natur, Landwirtschaft & Verbraucher*innen: geplante strukturelle Schwächungen der GLÖZ Standards & Co.
Die Vorschläge der EU-Kommission zu den geplanten strukturellen Schwächungen der Standards zum guten landwirtschaftlichen und ökologischen Zustand (GLÖZ) & Öko-Regelungen, weniger Kontrollen, aber auch der Verordnung über Tierarzneimittel mit weniger Aufzeichnungen dürfen so nicht durchgehen. Brachflächen werden geopfert und der Grünlandschutz soll ebenfalls geschwächt werden. Das geht auf Kosten der Artenvielfalt und des Klimaschutzes. Diese populistischen Entscheidungen sind ein Kniefall vor Krawallmachern und untergraben die Anpassung der Landwirtschaft an den Klimawandel.
- 08. Februar 2024
Kleine Lichtblicke im Gesamtpaket zur Neuen Gentechnik: Wahlfreiheit durch Lebensmittelkennzeichnung!
Gestern hat das EU-Parlament seine Position zur Neuregelung Neuer Gentechnik abgestimmt. Der Gesetzesvorschlag ist höchst umstritten und wurde maßgeblich von der konservativen Fraktion vorangetrieben. Bei der Plenarabstimmung gab es jetzt aber bei zwei zentralen Elementen des Gesetzes - Kennzeichnung und Rückverfolgbarkeit - überraschend einen Punktgewinn für die von der grünen Fraktion und den Sozialisten vorgebrachten Änderungsanträge. Martin Häusling, agrarpolitischer Sprecher der grünen Fraktion und Verhandlungsführer im Umwelt- und Gesundheitsausschuss für die Neue Gentechnik, kommentiert:
„Die Menschen wollen wissen, was sie essen! Und sie wollen keine Gentechnik in ihrem Essen, das belegen Umfragen*. Nicht ohne Grund hat die Agroindustrie für die jetzt verhandelte Neue Gentechnik, wie CrisprCas, massiv darauf gedrungen, dass gerade die Kennzeichnungspflicht entfällt.
Die Wahlfreiheit für Verbraucher:innen ist durch das gestrige Abstimmungsergebnis jetzt wieder in greifbare Nähe gerückt: Die Mehrheit der Abgeordneten stimmte für die Kennzeichnung von Produkten!
Was eigentlich selbstverständlich sein sollte, kam doch überraschend, denn der von den Konservativen und Liberalen gepuschte Vorschlag, hatte lediglich die Kennzeichnung der Saatgutsäcke vorgesehen. Die aus diesem Saatgut gewachsenen Pflanzen, sowie alle Lebens- und Futtermittel, die aus ihnen hergestellt werden oder die diese enthalten, sollten aber keinerlei Information mehr darüber enthalten, dass ihr Ursprung in der Gentechnik liegt. Für Lebensmittel herstellende Betriebe, die bewusst gentechnikfreie Ware produzieren wollen, wäre das ein absolutes Fiasko.
Der konservative Abgeordnete Norbert Lins (CDU), seines Zeichens Vorsitzender des Agrarausschusses, brachte sogar einen Antrag in die Abstimmung ein, nach dem es verboten sein sollte, gentechnikfreie Lebensmittel als solche zu kennzeichnen. Er zeigt damit eine Haltung völliger Ignoranz gegenüber dem Verbraucherwillen.
Ein weiterer Sieg ist die von den Grünen eingebrachte Forderung, Gentechnikprodukte rückverfolgbar zu machen, durch Dokumente und eindeutige Codes.
- 17. November 2023
Kurzfilm „Klimakatastrophe trifft Wald - was jetzt zu tun ist“
Online-Veranstaltung und Kurzfilm „Klimakatastrophe trifft Wald - was jetzt zu tun ist“ Kurzfilm „Klimakatastrophe trifft Wald - was jetzt zu tun ist“ im Nachgang zur Waldtagung.