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Agro-Gentechnik

Nachbericht zur Studienvorstellung „Zukunft oder Zeitbombe? Designerpflanzen als Allheilmittel sind nicht die Lösung!“

2019 07 19 Studien Gentec BerlinFreitag, 19. Juli 2019. Verbändehaus Marienstr. 19/20, 10117 Berlin

 

Am 19. September lud Martin Häusling zur Studienvorstellung zum Thema Neue Gentechnik „Zukunft oder Zeitbombe? Designerpflanzen als Allheilmittel sind nicht die Lösung“ ein. In der Studie sowie der sich anschließenden Debatte mit Expert*innen und dem Publikum ging es – vor dem Hintergrund der Angriffe auf die EU Freisetzungsrichtlinie – um die Versprechen der Neuen Gentechnik in der Landwirtschaft, dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) zur Neuen Gentechnik, dem Potential genetischer Vielfalt von Sorten und die Bedeutung des gern zitierten Innovationsprinzips.

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Gene-Drives – Moratorium muss her!

gene editing 2375732 340Gene Drives sind biotechnologische Anwendungen mit enormer Eingriffstiefe und breiter Wirkung, die sich seit ein paar Jahren in der Entwicklung befinden. Übersetzen lassen sie sich vielleicht am besten mit „Gen-Turbo“. Die Technologie schaltet die natürlichen Regeln der Vererbung und Evolution aus, indem gentechnisch in das Erbgut von Organismen eingeführte Merkmale zu 100 Prozent an alle deren Nachkommen weitervererbt werden. Man will damit ganze Arten dauerhaft verändern oder auch gänzlich auslöschen. Beispiel: Londoner Forschern ist es jüngst mit Gene-Drives erstmals gelungen, die Fortpflanzungsfähigkeit der Mückenart Anopheles gambiae so zu manipulieren, dass die Population nach sieben bis zwölf Generationen komplett zusammenbrach. Besagte Mückenart gehört zu den wichtigsten Überträgern von Malaria. Bisher fand diese Artvernichtung nur im Labor statt, doch der Lobbydruck ist bei diesem verlockenden Schöpfungsspiel besonders groß.

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Briefing zu Gene-Drive: Eingriffstiefe groß - Rückholbarkeit nicht gewährleistet!

Wir brauchen ein weltweites Moratorium für die Anwendung von Gene-Drive!

genedrive M.Teifer sciencenews.orgGene Drives stehen auf der Tagesordnung der 14. Vertragsstaatenkonferenz des UN-Übereinkommens über die biologische Vielfalt (englisch: Convention on Biological Diversity, CBD), die vom 17. bis 29. November in Ägypten stattfindet. Die CBD-Mitgliedsregierungen beraten dort u.a. über ein mögliches Moratorium auf Gene Drives.

Das Europäische Parlament wird im Rahmen seiner Stellungnahme zur 14. Vertragsstaatenkonferenz des UN-Übereinkommens über die biologische Vielfalt, am 23. Oktober über ein Moratorium für Gene Drives abstimmen, welches wir Grüne als Änderungsantrag eingebracht haben.

Gene Drives sind biotechnologische Anwendungen mit enormer Eingriffstiefe und breiter Wirkung, die sich seit ein paar Jahren in der Entwicklung befinden. Übersetzen lassen sie sich vielleicht am besten mit Gen-Turbo. Die Technologie schaltet die natürlichen Regeln der Vererbung und Evolution aus, indem gentechnisch in das Erbgut von Organismen eingeführte Merkmale zu 100 Prozent an alle deren Nachkommen weitervererbt werden. Man will damit ganze Arten dauerhaft verändern oder auch gänzlich auslöschen.

Lesen Sie weiter hier in meinem Briefing zum Thema - mit HIntergründen und weiterführenden Links.

Positionspapier: NEUE GENTECHNIK nach dem EUGh-Urteil

PosPapierneueGentechnik Mai2019Martins Positionspapier zur neuen Gentechnik nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofes (EUGh).

vom Mai 2019

 

Das EUGH macht klar: Wenn Gene direkt verändert werden, ist das
Gentechnik!


Die Richter am EUGH haben im Juni 2018 mit bemerkenswerter Deutlichkeit neue
Gentechnik-Verfahren wie CRISPR/Cas unter das europäische Gentechnikecht
gestellt. Die Juristen machen damit eindeutig klar, dass Verfahren, die technisch in
die DNA eingreifen, auch dann Gentechnik sind, wenn sie keine artfremde DNA
einführen. Diese Entscheidung folgt konsequent dem europäischen Vorsorgeprinzip.
Sie als Verhinderungswerkzeug von CRISPR/CAS-Technik & Co darzustellen, ist
nicht nur eine sehr polemische Argumentation derer, die ganz klare schnelle
finanzielle Interessen an den Einsatz von CRISPR/CAS hängen und die Risiken
deshalb herunterspielen, sondern untergräbt auch die wertvolle Errungenschaft des
Vorsorgeprinzips generell.


Das Vorsorgeprinzip ernst nehmen

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Hintergrund:

Mehr als 200 Organisationen fordern ein weltweites Moratorium - Mehr dazu unter "Gene Drive - gentechnische Kettenreaktion zur Veränderung von Arten in der Natur"

Gentechnikrecht – Die Truppen sammeln sich zum Angriff

GMOWährend die Erfinderin der CRISPR/Cas9-Technologie, Dr. Emmanuelle Charpentier, sich für eine strenge Regulierung der Technik ausspricht und Europa hier sogar als Vorreiter sieht, sammeln sich international und in Deutschland aktuell Wissenschaftler, um Druck auf das Europäische Gentechnikrecht auszuüben, da ihnen die Entscheidung des EUGH (siehe Newsletter Sept 2018) nicht passt. Schon diese Diskrepanz macht stutzig: Der Erfinderin würde man noch am ehesten zutrauen, dass sie jeder den Einsatz verzögernden oder einschränkenden Regelung den Kampf ansagt. Anscheinend sieht sie aber klarer als manch ein anderer die Risiken.

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EUGH macht klar - Wenn Gene direkt verändert werden, ist das Gentechnik!

GMODie Richter am EUGH haben mit bemerkenswerter Deutlichkeit neue Gentechnik-Verfahren wie CRISPR/Cas unter das europäische Gentechnikecht gestellt. Die Juristen machen damit eindeutig klar, dass Verfahren, die technisch in die DNA eingreifen, auch dann Gentechnik sind, wenn sie keine artfremde DNA einführen. Diese Entscheidung folgt konsequent dem europäischen Vorsorgeprinzip. Sie als Verhinderungswerkzeug von CRISPR/CAS-Technik & Co darzustellen, ist nicht nur eine sehr polemische Argumentation derer, die ganz klare schnelle finanzielle Interessen an den Einsatz von CRISPR/CAS hängen und die Risiken deshalb herunterspielen, sondern untergräbt auch die wertvolle Errungenschaft des Vorsorgeprinzips generell.

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