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05.10.09 Hinhaltetaktik gegenüber Milchbauern beenden

"Die Zeit für Reden ist vorbei. Erneut hat die EU-Ratspräsidentschaft Vertreter der europäischen Milchbauern nur angehört, anstatt endlich eine Zusagen für eine Kürzung der Milchmenge zu geben," kritisiert Martin Häusling, Mitglied im Agrarausschuss des Europäischen Parlaments und Milchbauer nach dem Treffen zwischen dem schwedischen Agrarratspräsidenten und Vertretern der Europäischen Milchverbände, das heute im Vorfeld des außerordentlichen Milchgipfels stattfand.

 

"Von Gipfel zu Gipfel, von Kamingespräch zu Anhörung werden die Milchbauern hingehalten. Anstatt die Ursachen der ruinösen Milchpreise zu bekämpfen, werden Steuermittel für Trostpflästerchen vergeben. Kein Milchfonds und kein Kreditprogramm sichert faire Preise. Alles was die Milchbauern seit Monaten fordern, ist eine vernünftige Marktpolitik für eine Drosselung der Milchmenge statt weitere Subventionsprogramme", betont Häusling am Rande der Demonstration von tausenden Milchbauern in Brüssel.

Während die Bauern selbst in der wirtschaftlich schwierigen Lage durch den Lieferstopp bereit waren, das Angebot zu drosseln und damit die leichte Anhebung der Milchpreise zu unterstützen, fehlt das ausschlaggebende Signal durch die Agrarminister. "Die Bauern haben keine Rücklagen mehr, um weitere Monate auf bessere Preise zu warten, " so Häusling, Mitglied der Grünen /EFA.



Weitere Informationen:

Die Grünen/EFA im Europäischen Parlament - Martin Häusling
Tel. +32-2-284-5820,
Fax +32-2-284-9820
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