Grüne Europagruppe Grüne EFA

Agrarpolitik

Europa muss sich entscheiden!

Europas Rolle auf dem Weltagrarmarkt – Die politische Dimension des internationalen Agrarhandels
Martin Häuslings Beitrag für den DLG-Tagungsband Januar 2012

Europa produziert für die Welt …
Im Jahr 2009 wurde die Milliardengrenze der Hungernden überschritten. Das UN-Millenniumsziel war es, die Zahl der Hungernden zu halbieren. Dieses Ziel müssen wir uns nach wie vor setzen. Aus der Sicht Vieler ist daher eine Produktionssteigerung unumgänglich. Die FAO gab hier sogar die Zahl von 70 % heraus, die sie inzwischen widerrufen hat, weil auch sie erkannt hat, dass wir kein Problem mit dem WIEVIEL haben, sondern mit dem WIE? Dennoch hält sich die These hartnäckig, Europa mit seinen Gunsträumen könne hier einen wesentlichen Beitrag für die Welternährung leisten. Europas hoch entwickelte Landwirtschaft produziert mehr als Europa braucht. Europa produziert für die Welt – siebzehn Prozent des weltweiten Agrarhandels. Die Agrarwirtschaft in Europa profitiert und für das Einhalten der hohen europäischen Standards erhalten die Landwirte einen Ausgleich, den sich das reiche Europa leisten kann – Eine Win-Win-Situation für Alle!?

…aber nicht aus eigener Kraft!  

Artikel in ganzer Länge
 

Bericht "Zum Eiweißmangel in der EU"

15.11.10 Brüssel - Zur Vorstellung seines Initiativberichtes „Zum Eiweißmangel in der EU: Wie lässt sich das seit langem bestehende Problem lösen?“ im EU-Agrarausschuss stellt Martin Häusling, agrarpolitischer Sprecher der Grünen/EFA Fraktion im Europäischen Parlament fest:

„Eine zukunftsfähige Eiweißstrategie für Europa beinhaltet nicht nur die Chance zu einer geringeren Abhängigkeit von Soja- und vor allem von Gensojaimporten. Die Möglichkeiten gehen weit darüber hinaus. Den „neuen Herausforderungen“ für eine nachhaltige Landwirtschaft, wie Klimawandel, Wassermanagement, Bodenschutz und Schutz der biologischen Vielfalt kann durch eine Förderung des Leguminosenanbaus in Europa gleich mehrfach positiv begegnet werden“.

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Erläuterungen zum Bové-Bericht

Faire Einkommen für die Landwirtschaft - Spekulationen im Lebensmittelhandel beenden

Martin Häusling zum Initiativberichtes des Berichterstatters José Bové "Gerechte Einnahmen für Landwirte: Die Funktionsweise der Lebensmittelversorgungskette in Europa verbessern" (Berichtsnummer des Ausschusses: A7-0225/2010, Initiativbericht vom 24.8.2010):

 

"Der Bericht ist rechtzeitig vor den Vorschlägen der Kommission zur Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik vorgelegt worden, so dass der Ausschuss der Kommission ihren Standpunkt in wesentlichen Punkten verdeutlicht hat. Wir Europagrünen/EFA werden die benannten Forderungen mit Nachdruck aufrechterhalten. Skandalöse Marktmissbräuche müssen im Sinne der Verbraucher und Erzeuger strikt unterbunden werden. Und die Reform der gemeinsamen Agrarpolitik muss Nachhaltigkeit voll in den Fokus stellen. Subventionen eine Landwirtschaft, die auf Masse und nicht auf Qualität und Nachhaltigkeit setzt, darf es nicht mehr geben."

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Veranstaltungen Artenvielfalt statt Sojawahn

Artenvielfalt statt Sojawahn

Eiweißmangel in der EU: Wie lässt sich das seit langem bestehende Problem lösen?

Im Rahmen der Veranstaltung am 23.09.11 wurde die von Martin Häusling in Auftrag gegebene gleichnamige Studie vorgestellt. Im Anschluss daran beleuchteten Referenten aus Politik, Wissenschaft und Verbänden das Thema. Das Programm, die Studie und die Präsentationen finden Sie nachstehend.

Programm & Studie

Alle Präsentationen vom 23.09.11:

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Wie viele Regeln braucht der Milchmarkt?

Im Rahmen der am 04.10.10 in Berlin und am 20.10.10 in Straßburg vorgestellten Studie zur Regelung des Milchmarktes (weitere Fassungen finden Sie am Ende dieses Artikels) in unterschiedlichen Ländern und der Präsentation der GRÜNEN Forderungen für eine nachhaltige Milchwirtschaft erklärt Martin Häusling, Mitglied des Europäischen Parlaments, GRÜNE/EFA:

„Die Milchwirtschaft in Europa steht vor großen Herausforderungen. Jedes Jahr geben tausende Milchviehbetriebe in Europa die Produktion auf. Mit der endgültigen Abschaffung der Milchquote 2015 wird sich die Situation weiter verschärfen. Von der verzweifelten Situation der Milchbauern profitiert vor allem der Handel. Im Europäischen Parlament (EP) sieht man Handlungsbedarf. Im Bericht von José Bové (GRÜNE/EFA) wird in mehreren Punkten für mehr Gerechtigkeit im Handel und für Erzeugerstärkung plädiert. Das EP hat diesen Bericht angenommen und die Kommission aufgefordert, Legislativvorschläge vorzulegen.

Die von mir in Auftrag gegebene Studie „Die Zukunft der Milchwirtschaft: Weniger ist mehr“ leistet einen Beitrag zur dieser Diskussion. Länder, wie Kanada oder die Schweiz haben bereits Erfahrungen mit anderen Regulierungsmechanismen abseits der Milchquote gemacht. Die Studie untersucht die Milchmarktsysteme in verschiedenen Ländern und zieht Schlüsse für den Europäischen Milchmarkt.
BDM-Kommentar zur Milchstudie in agrarheute 07.10.10.

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Zum Welternährungsgipfel

Anpassung an Klimawandel mit Kampf gegen Hunger verbinden

Angesichts einer Milliarde hungernder Menschen und der Erklärung des Welternährungsgipfels, fordert das Europäische Parlament heute mit großer Mehrheit, die Ursachen des Hungers an der Wurzel zu bekämpfen.

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