Der ökologische Fußabdruck der Eiweißversorgung Europas
Ein erheblicher Teil der EU-Tierproduktion konzentriert sich auf intensive und futtermittelabhängige Systeme, insbesondere im Schweine- und Geflügelsektor. Daher werden nicht nur rund 42 % der Ackerfläche der EU für die Futtermittelproduktion genutzt, europäische Tierhaltungssysteme sind ausserdem auf erhebliche Futtermittelzufuhren von ausserhalb der EU angewiesen. Durch den Import dieser Futtermittel ist es möglich, unabhängig von der eigenen Futterfläche Tiere zu halten. Dies führt zu Überdüngung und Gewässerbelastung. Seit Jahren verfehlen viele Mitgliedstaaten der EU die Ziele der Wasserrahmenrichtlinie u.a. aufgrund Landwirtschaftlicher Einträge. Die Abhängigkeit von importierten Futtermitteln erweitert ausserdem den ökologischen Fußabdruck des EU- Proteinsystems weit über seine Grenzen hinaus. Der Sojaanbau in den Ländern ausserhalb der EU rückt immer weiter in den Regenwald und die Savannen vor. Die Rodung neuer Flächen trägt zur Klimaerwärmung bei.