Die ländlichen Räume sind Chancenräume. Denn hier entscheiden sich wichtige Zukunftsfragen von Lebensmittelproduktion über Verkehr bis zu Energie. Es sind die Menschen vor Ort wie Landwirte, Handwerkerinnen, Pflegekräfte, Kommunalpolitikerinnen und Aktive in Vereinen, die die Regionen stark machen.
Wir Grüne sehen das Land als zentralen Partner für die sozial-ökologische Trendwende. Hier entscheidet sich, ob Energie- und Verkehrswende, Gewässerschutz und umweltgerechte Landwirtschaft gelingen. Klima- und Umweltschutz stehen und fallen mit ihrer Akzeptanz auf dem Land. Denn diese großen Aufgaben bringen gerade dort neben den Chancen auch Belastungen mit sich: Flächenverbrauch durch Logistik und Infrastruktur, gesellschaftlicher Druck bei der Agrar- und Energiewende, Konflikte um Wasser, Boden und Flächen für den Naturschutz.
Die Zweite Säule der Gemeinsamen Agrarpolitik mit ihren Mitteln für die Ländlichen Räume ist deshalb für uns unverzichtbar. Denn sie ist der Schlüssel für Klima- und Umweltschutz auf dem Land, finanziert LEADER-Programme, unterstützt die Dorfentwicklung, fördert den Ökolandbau und kann – richtig gestaltet - den Erhalt regionaler Strukturen wie Mühlen, Bäckereien, Lagerhäuser oder Dorfläden unterstützen. Wer die ländlichen Räume stärken und gleichzeitig Umwelt- und Klimaziele erreichen will, braucht die Werkzeuge der zweiten Säule – und darf sie im neuen EU-Haushalt keinesfalls dem Rotstift opfern oder auch nur schwächen.
