In Brüssel liegen die Vorschläge für die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) nach 2027 auf dem Tisch. Doch statt einer zukunftsfesten Neuorientierung drohen Rückschritte: Umwelt- und Klimaleistungen werden geschwächt, die ländliche Entwicklung gerät unter Druck und die bisher eigenständige GAP soll in einem zentralen EU-Fonds aufgehen.
Dabei stehen Landwirtschaft und ländliche Räume vor gewaltigen Herausforderungen. Die Folgen der Klimakrise, der Verlust der Artenvielfalt und enormer wirtschaftlicher Druck auf landwirtschaftliche Betriebe machen deutlich: Europa braucht eine starke Agrarpolitik, die Natur, Klima und ländliche Regionen stärkt und den Landwirtinnen und Landwirten Planungssicherheit bietet.
Welche Auswirkungen hätten die Vorschläge der Kommission? Welche Änderungen fordert das Europäische Parlament? Und wie sieht eine Grüne Vision für die GAP nach 2027 aus?
Diese Fragen diskutieren Dr. Ophelia Nick, agrarpolitische Sprecherin der Grünen Bundestagsfraktion, und Martin Häusling, Mitglied des EU-Parlaments im Agrar-, Umwelt- und Gesundheitsausschuss gemeinsam mit Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Landwirtschaft, Naturschutz und Politik.
Dabei sind:
- Prof. Uwe Latacz-Lohmann, Universität Kiel
- Silvia Bender, ehem. Staatssekretärin BMLEH
- Johanna Zierl, Vorstand Junge ökologische Land- und Lebensmittelwirtschaft
- Phillip Brändle, Agrarreferent NABU