Grüne Europagruppe Grüne EFA

agriculture-91153 640EINLADUNG der Grünen/EFA im Europäischen Parlament zur

TAGUNG: Raus aus der Nische: Ökolandbau als Chance zur Reform der europäischen Landwirtschaft nutzen!

am 9. Januar 2015 von 10.30 Uhr bis 16 Uhr in Berlin-Mitte (Ev. Werk für Diakonie und Entwicklung/ Brot für die Welt)

Detailliertes Programm und Anmeldung bitte an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

PROGRAMM

Die Entwicklung scheint paradox: Der Ökolandbau gilt heute unbestritten als „Gold-Standard“ einer nachhaltigen Landwirtschaft und Lebensmittelerzeugung. Doch seine Entwicklung verläuft ausgerechnet in Europa schleppend und unharmonisch. Seit Jahren klaffen Nachfrage und Angebot immer weiter auseinander, besonders im Heimatland der Ökolandbau-Pioniere Deutschland.
Warum kommt das erklärte politische Ziel „20 Prozent Ökolandbau“ der damaligen Bundeslandwirtschaftsministerin Renate Künast, hinter dem auch die aktuelle Bundesregierung steht, nicht voran? Auch europaweit steigt der Anteil ökologisch bewirtschafteter Flächen nur langsam an.
Von einer Stagnation der Bio-Branche kann indes keine Rede sein. Die stetig wachsende Nachfrage nach Ökoprodukten, aber auch andere Faktoren wie der Kampf um den Boden haben zu einer extremen Dynamik des Marktes mit vielen neuen Akteuren geführt.
Welchen Herausforderungen sehen sich Erzeuger, Verarbeiter und Händler der Bio-Branche gegenüber und welche Entwicklungs- und Lösungsstrategien werden verfolgt? Wie viel „Bio-Vielfalt“ ist möglich und nötig, um innereuropäisch vom Nachfrageboom zu profitieren bzw. was erwarten die Verbraucher? Beruht ihre Kaufmotivation auf die Systemfrage „Bio versus konventionell“ oder geht es vielmehr um „bäuerlich gegen agrarindustriell“ oder den generellen Wunsch nach einer umweltgerechteren Landwirtschaft, die sich nicht nur an „Bio“ festmacht? Läuft Europa Gefahr, die Chancen zur Ökologisierung seiner Landwirtschaft zu verpassen? Wie wirtschaftlich erfolgreich kann der Ökolandbau überhaupt sein, solange die Gesellschaft für die Umwelt- und Gesundheitsschäden des konventionellen Anbaus aufkommen muss?
Welche Forderungen hat die Branche an die Politik? Wie sieht eine verlässliche Weiterentwicklung des europäischen Rechtsrahmens für die ökologische Land- und Lebensmittelwirtschaft aus? Und mit welchen Fördermaßnahmen können Europa, Bund und Länder zu ihrer Weiterentwicklung beitragen und wie passt das zum derzeit Korsett der Agrarsubventionen?

Darüber möchten wir mit Ihnen und folgenden Gästen diskutieren:

10.30 bis 13 Uhr

BEGRÜßUNG
Martin Häusling

REFERATE

Ökolandbau in Deutschland und Europa – eine Standortbestimmung zwischen Vision und Wirklichkeit
Dr. Jürn Sanders, Thünen-Institut, Braunschweig

Ware (Rohstoffe) dringend gesucht: Verarbeitung und Handel im Dilemma von mangelndem EU-Angebot und steigendem Importbedarf
Elke Röder, Bundesverband Naturkost Naturwaren (BNN) e.V.

Qualität garantieren und Vertrauen sichern - Aber wie?
Anforderungen an Erzeugung, Kontrolle, Transparenz und Rahmenbedingungen
Herr Doms (Leiter Produktion, Beschaffung und Qualitätssicherung) HiPP-Werk G. Hipp OHG

Eine Frage des Systems: Ist nur Bio nachhaltig, was sind tragbare Alternativen und womit gelingt der Wechsel für eine ökologischere Landwirtschaft in Europa?
Florian Schöne, Naturschutzbund (NABU) e.V.

"Nötig, aber auch möglich? Europäischer und nationaler Forschungsbedarf im Ökolandbau"
Prof. Urs Niggli, Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL)

DISKUSSION mit Referenten & Teilnehmer

13 bis 14 Uhr PAUSE

14 bis 16.30 Uhr PODIUMSDISKUSSION:
Gefordert und gefördert: Rahmenbedingungen für mehr Ökolandbau in Europa

mit:
•    Dr. Felix Bloch, EU-Kommission, Generaldirektion Landwirtschaft
•    Clemens Neumann, Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft
•    Jan Plagge, Bioland e.V.
•    Martin Häusling, agrarpolitischer Sprecher der Fraktion Die Grünen/EFA und Berichterstatter der EU-Ökoverordnung im Europaparlament

ENDE der Veranstaltung und AUSKLANG (bis 17.30 Uhr)

Moderation der Veranstaltung: TANJA BUSSE, Journalistin und Autorin
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Anmeldung und weitere Informationen:
Büro Martin Häusling (MdEP) Berlin, Telefon 030/ 227 70020, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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