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topagrar/ Alfons Deter -  Die Chefdiplomaten der EU-Mitgliedstaaten haben am 7. Mai einen Beschluss zur Ernennung von sieben Mitgliedern für den Verwaltungsrat der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) angenommen. In EU-Diplomatenkreisen wollte man aber nicht konkretisieren, welche sieben Experten aus einem Pool von 23 Bewerbern ausgewählt worden waren, weil die Entscheidung rein formell noch vorläufig ist: Der Rat muss die Liste noch absegnen. Dies dürfte allerdings Formsache sein.

Der agrarpolitische Sprecher der Grünen im Europaparlament, Martin Häusling, nahm die Neubesetzungen zum Anlass für scharfe Kritik. Seinen Informationen zufolge sitzen auch im neuen EFSA-Verwaltungsrat ab Juni „jede Menge Unterstützer von Agro- und Gentechnik-Industrie“. Am Ruf der EFSA als einer industrielastigen Institution werde das leider wenig ändern, so Häusling in einer Pressemitteilung.

Im Vorfeld hatte er sich besonders gegen die Nominierung von Beate Kettlitz ausgesprochen, die beim EU-Dachverband der Ernährungswirtschaft (FoodDrinkEurope) für Ernährungspolitik und Forschung zuständig ist. Offenbar befand sich die studierte Lebensmittelchemikerin jedoch zum Schluss nicht mehr auf der Liste.

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