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BioMarkt info - Die EU-Kommission will die Zulassung des umstrittenen Pflanzengifts Glyphosat bis 2031 verlängern. Wie der agrarpolitische Sprecher der Grünen im Europaparlament Martin Häusling erklärte, habe die Kommission dem Parlament einen entsprechenden Vorschlag zur Kenntnis geschickt.

Die Behörde berücksichtige dabei nicht die Einschränkungen, die die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) gemacht hat, kritisiert Häusling. "Die EU-Kommission verstößt gegen das Vorsorge-Prinzip. Sie wirft alle Bedenken von Wissenschaftlern über Bord.“ Glyphosat ist das meist verwendete Pestizid und steht im Verdacht, krebserregend zu sein.

Die EU-Kommission habe offenbar nicht die Gesundheit der Bürger im Blick, sondern die Interessen der Agrarindustrie. „Sogar die schon sehr vorsichtigen Bedenken der Europäischen Lebensmittelbehörde EFSA berücksichtigt die EU-Kommission in ihrem Vorschlag nicht.“ Nach Angaben des Grünen-Politikers will die EU-Kommission Glyphosat weitgehend ohne Mengen- oder Anwendungsbeschränkung erlauben.

Häusling fordert die Regierungen der EU-Mitgliedsstaaten auf, sich gegen die Verlängerung der Zulassung aussprechen. Die Mitgliedsstaaten geben am 7. März ihre Empfehlung zur Zulassung ab. Eine Mehrheit für eine Verlängerung gilt Häusling zufolge als sicher. Im Anschluss entscheidet dann endgültig die EU-Kommission.

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