Grüne Europagruppe Grüne EFA

Die EU-Regierungen haben heute den Vorschlag der Europäischen Kommission nicht angenommen, die Zulassung des Pflanzenschutzmittels Glyphosat zu verlängern (so genannte “technische Verlängerung”). Erforderlich war eine qualifizierte Mehrheit der EU-Regierungen, Deutschland hat sich enthalten. Die Europäische Kommission kann nun die Zulassung von Glyphosat ohne die Zustimmung der Mitgliedstaaten verlängern oder ihren Vorschlag zurückziehen. Die Entscheidung darüber wird für Mittwoch (29. Juni) erwartet.

Martin Häusling, agrarpolitischer Sprecher der Grünen/EFA-Fraktion und Mitglied im Umweltausschuss des Europäischen Parlaments kommentiert:
"Die Mehrheit der EU-Regierungen hat richtig entschieden und auf den Aufschrei der Öffentlichkeit reagiert. Die Europäische Kommission und die EU-Regierungen hätten Glyphosat wegen der Gefahr, Krebs zu erzeugen, und wegen des schädlichen Einflusses auf die Biodiversität längst vom Markt nehmen müssen. Wenn das Referendum in Großbritannien eines klar gemacht hat, dann, dass die EU auf die Bürger hören sollte. Die Europäische Kommission muss nun eine Kehrtwende machen und die Genehmigung für Glyphosat zurückziehen. Wenn sich die Europäische Kommission entscheidet, die weitere Zulassung auf Biegen und Brechen durchzudrücken, schadet sie dem Ansehen demokratischer Entscheidungen in der EU. Jetzt ist der Zeitpunkt, um giftige Pflanzenschutzmittel zu verbieten und den Weg zu einer nachhaltigen Landwirtschaft in der EU zu gehen.“

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