Grüne Europagruppe Grüne EFA

TTIP-NO we cantMartin Häusling lädt ein zu einem breiten Dialog und Diskussion mit Vertretern der EU-Kommission, der US-amerikanischen Zivilgesellschaft und den AutorInnen seiner neuen Publikation zum TTIP

13. Januar 2014 von 13 bis 19 Uhr
Caroline-Michaelis-Str. 1, 10115 Berlin
Anmeldung per E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

„TTIP: NO, we can´t: Kein transatlantisches Freihandelsabkommen auf Kosten von Verbraucherrechten und einer nachhaltigen Landwirtschaft in Europa!“

Sehr geehrte Damen und Herren,
seit Juni 2013 verhandeln Europa und die USA über die bisher größte Freihandelszone der Welt – das transatlantische Freihandelsabkommen (TTIP). Mit Nachdruck werden dies- und jenseits des Atlantiks die vermeintlich positiven Effekte für ein dringend benötigtes Wirtschaftswachstum in Zeiten der Krise gepriesen. Doch die so einmütig beschworene „Win-Win-Situation“ klammert aus, welch tiefgreifende Interessenskonflikte im Agrar-, Umwelt- und Verbraucherschutzrecht hinter den Verhandlungen stecken.

Die USA drängen darauf, dass sogenannte nichttarifäre Handelshemmnisse wie die europäischen Importverbote für Chlorhühnchen, Gentechnikprodukte oder Klon-Fleisch als unzulässiger Schutz der EULandwirtschaft vor der US-Konkurrenz zu beseitigen sind.

Europa Regierungen sind leider weit davon entfernt, den US-amerikanischen Forderungen nach einer Aushebelung des europäischen Vorsorgeprinzips - sei es aus gesundheitlichen oder politischen Gründen - entschieden und geeint zu begegnen, obwohl Europa hier nur verlieren kann.

In Europas Bevölkerung wächst daher nicht nur die Sorge, sondern auch der Protest über eine Verhandlungsführung hinter verschlossen Türen, die die Zivilgesellschaft und sogar die Parlamente in ihrem Recht auf demokratische Mitbestimmung beschränkt.

Bündnis 90/Die Grünen hat deshalb auf meine Initiative die Forderung beschlossen, den besonders sensiblen Agrar- und Lebensmittelbereich aus den Verhandlungen auszuklammern.

Wie gerechtfertigt sind diese Befürchtungen? Nimmt Europa Abstriche im Agrar- und Lebensmittelsektor billigend in Kauf, um seine Interessen in anderen Bereichen besser durchsetzen zu können? Was wird verhandelt und was ist der aktuelle Stand?

Ich lade Sie ein, darüber mit einem Vertreter der EU-Kommission, den Autorinnen und Autoren meiner neuen Publikation zum Thema und mir ins Gespräch zu kommen am:

Montag, den 13. Januar 2014 von 13 bis 19 Uhr im Evangelischen Werk für Diakonie und Entwicklung e.V./ Brot für die Welt, Caroline-Michaelis-Str. 1, 10115 Berlin

Über Ihr Interesse würde ich mich freuen.

Martin Häusling

Zur Anmeldung und für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an mein Berliner Büro

(Ilka Dege, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Tel. 030/ 227 70020)

 

Programm

13 Uhr Begrüßung

Toni Hofreiter, Fraktionsvorsitzender der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen

Martin Häusling, agrarpolitischer Sprecher der Grünen/EFA im Europäischen Parlament

13. 30 bis 15.30 Uhr Kurzreferate

  • Europa in den TTIP-Verhandlungen - Zielsetzung, Procedere und Stand der Verhandlungen im Agrarbereich
    Ulrich Weigl, EU-Kommission, TTIP Verhandlungsgruppe SPS -sanitäre und phytosanitäre Maßnahmen (SPS)
  • Investitionsschutz: Es geht ums große Geld
    Dr. Karen Hansen-Kuhn, Direktor für international Strategien im Institut für Landwirtschaft und Handelspolitik, USA, Washington DC (Vortrag englisch)
    Hannes Lorenzen, Vorstandsmitglied IATP und Berater der Grünen/EFA im Agrarausschuss des Europaparlaments
  • Weniger Demokratie wagen?
    Pia Eberhardt, Corporate Europe Observatory (CEO)
  • US-Großagrarwirtschaft stößt auf EU-Kleinbauern
    Stephan Börnecke (Journalist)
  • Das TTIP aus Sicht der europäischen Landarbeitergewerkschaft
    Arnd Spahn, Sekretär der EFFAT
  • Was Verbraucher am geplanten Freihandel gar nicht mögen
    Reinhild Benning, Agrarexpertin des BUND e.V.

15.30 bis 16 Uhr Kaffee-Pause

16 bis 18 Uhr Diskussion

No, we can´t?
Welche Rechte lässt sich Europa vage Wachstumsversprechen kosten?

Diskussionsrunde

Ulrich Weigl (EU), Hannes Lorenzen (IATP), Reinhild Benning (BUND), Pia Eberhardt (CEO)
Barbara Unmüßig (Böll-Stiftung) und Martin Häusling (MdEP)


18 bis 19 Uhr Empfang

Moderation der Veranstaltung: Tanja Busse, Journalistin und Autorin

 

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