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Biohandel-online - 190 Unternehmen der Bio-Branche haben in einem offenen Brief an Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt und den Europaabgeordneten Martin Häusling ihre tiefe Besorgnis zum jüngst vorgelegten Papier der EU-Ratspräsidentschaft geäußert. Der neue Vorschlag, der morgen, 30.11. in den Trilog-Verhandlungen behandelt wird, enthalte unter anderem umfangreiche Vorhaben für die Einführung von Grenzwerten sowie handwerklich schlecht erarbeitete Ausnahmen für Saatgut, Tiere und den Gewächshausanbau.

Zum gemeinsamen Appell aufgerufen hat der Bundesverband Naturkost Naturwaren (BNN). Mit ihrer Unterschrift verleihen die 190 Bio-Unternehmen ihrer Sorge noch einmal Ausdruck. „In weniger als 24 Stunden kam diese beeindruckende Zahl an Unternehmen zustande", erklärte BNN-Sprecher Hilmar Hilger. Es wurden auch Unternehmen eingebunden, die nicht im BNN organisiert sind.

Der Verband bekräftigt damit seinen Standpunkt, den BNN-Geschäftsführerin Elke Röder zuletzt anlässlich des Beschlusses der Agrarministerkonferenz (AMK) im September deutlich gemacht hatte: „Wir brauchen eine handwerklich gut gemachte Verordnung. Deshalb ist es wichtig, dass Sachkenntnis vor Diplomatie geht und Qualität vor Schnelligkeit.“

Der Bundesverband Naturkost Naturwaren wendet sich gegen spezifische Pestizidgrenzwerte für Bio-Lebensmittel und plädiert für ein Fortbestehen der für alle Lebensmittel geltenden Rückstandshöchstwerte. Festgehalten werden muss auch an der Äquivalenzregelung mit Drittländern sowie dem konsequenten Ausschluss von GVO.

 

 

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