Grüne Europagruppe Grüne EFA

Straßburg - Die Europäische Lebensmittelbehörde EFSA muss den Bewertungsbericht über Glyphosat des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) nach Deutschland zurückschicken, verlangt der Europaabgeordnete und agrarpolitische Sprecher der Grünen/EFA im Europäischen Parlament, Martin Häusling:

„Der Bericht des Bundesinstituts für Risikobewertung ist lückenhaft und deshalb untauglich, um als Basis für die Neuzulassung des umstrittenen Wirkstoffs Glyphosat herhalten zu können. Eine wirkliche Risikobewertung sieht anders aus. Die Europäische Lebensmittelbehörde EFSA muss deshalb den deutschen Bericht zurückschicken und das BfR muss nachsitzen, um eine fundierte Arbeit abzuliefern.

Es kann nicht sein, dass das BfR als maßgebliche Behörde in dieser Angelegenheit zentrale Erkenntnisse, die das Ergebnis des ganzen Bewertungsberichtes ändern könnten, außer Acht lässt. Ohne eine Einarbeitung der Aussagen und Bedenken der Krebsforschungsagentur der WHO, IARC, die Glyphosat nach der Begutachtung verschiedener Studien nun als wahrscheinlich krebserregend einstuft, können die maßgeblichen EU-Instanzen sich kein wirkliches Bild über die von dem Wirkstoff ausgehenden Gefahren machen.

Das BfR hatte darüber hinaus auch andere Erkenntnisse etwa aus Argentinien, Neuseeland und Südamerika sowie die Einschätzung der Universität Leipzig unter den Tisch fallen lassen und stattdessen Glyphosat einen Persilschein ausgestellt. Auf dieser brüchigen Grundlage aber kann keine Neuzulassung stattfinden.

In einer Anfrage an die EU-Kommission werde ich einen Sachstand anfordern und fragen, wie die Kommission auf die Erkenntnisse der WHO reagiert. Aus meiner Sicht darf die Neuzulassung nicht erfolgen, bevor wirkliche Klarheit über die Gefährlichkeit von Glyphosat besteht.“

Weitere Informationen:
Die Grünen/EFA im Europäischen Parlament - Martin Häusling
Tel. +32-2-284-5820, Fax +32-2-284-9820 Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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