Grüne Europagruppe Grüne EFA

Brüssel -  Zur Einschätzung des weltweit am meisten verkauften Totalherbizids Glyphosat durch die WHO als vermutlich krebserregend, erklärt Martin Häusling, agrarpolitischer Sprecher der Grünen/EFA im Europäischen Parlament:

„Wenn sogar die WHO vor der krebserregenden Wirkung von Glyphosat warnt und sich dabei auf drei Studien aus Kanada, Schweden und den USA beruft, dann sollte dies das Bundesamt für Risikoforschung (BfR) doch stutzig machen.
Dieses bescheinigte jüngst, als in der EU zuständige berichterstattende Behörde für Glyphosat, dem Totalherbizid Harmlosigkeit und äußerte keinerlei Bedenken gegen eine Neuzulassung, die 2016 ansteht.
Sollte die EFSA auf dieser Grundlage eine Zulassungsempfehlung aussprechen, ignoriert sie damit neueste Erkenntnisse und das europäische Vorsorgeprinzip. Andere Studien zeigten beispielsweise, dass Glyphosat die Qualität von Setzlingen beeinträchtigt und die Hodenfunktion von Ratten bei sehr geringer Konzentration schädigt. Vom BfR wurden allerdings viele der aktuelleren Studien nicht in die Bewertung einbezogen. Über die an der Bewertung beteiligten Wissenschaftler ist bekannt, dass sie der Gentec-Industrie nahestehen. Die Kommission muss nun dafür sorgen, dass die EFSA die wissenschaftlich einseitig zustande gekommene Bewertung aus Deutschland kritisch überprüft und sämtliche aktuellen Studien zu Glyphosat mit in ihre Bewertung einbezieht.“
Weitere Infos unter: www.martin-haeusling.eu

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