Grüne Europagruppe Grüne EFA

Strassburg -  Die Vertreter der EU-Mitgliedsstaaten wollten am heutigen Dienstag über die Verlängerung der Zulassung für das Herbizid Glyphosat entscheiden. Wegen starken Protests aus der Zivilgesellschaft, und auch unterstützt von der Grünen/EFA-Fraktion im Europäischen Parlament, konnte die EU-Kommission allerdings keine Mehrheit für ihren Vorschlag finden und die Entscheidung wurde bis auf weiteres verschoben. Der agrarpolitische Sprecher der Grünen/EFA-Fraktion, Martin Häusling, begrüßt die Verschiebung:

"Die Vertagung ist ein erster großer Erfolg gegen das gesundheitsschädliche Herbizid. Noch vor einer Woche war an eine Verschiebung der Abstimmung nicht zu denken. Erst eine intensive Kampagne der Zivilgesellschaft und der Grünen/EFA-Fraktion hat dazu geführt, dass zumindest einige Regierungen, darunter auch die deutsche, die Verlängerung nicht einfach abgenickt haben.  
Der ursprüngliche Vorschlag der Europäischen Kommission, die Zulassung des meistverwendeten Pflanzenschutzmittels fast ohne jede Einschränkung um 15 Jahre zu verlängern, ist unverantwortlich. Nach wie vor ist nicht geklärt, wie sich der Einsatz von Glyphosat auf die menschliche Gesundheit und die Umwelt auswirkt. Die WHO hat Glyphosat als krebserregend eingestuft. Die EU-Kommission muss in den kommenden Wochen für eine umfangreiche und ausgewogene Analyse der Risiken sorgen und die Bewertungen der gemeinsamen Pestizid-Kommission (JMPR) der UN-Weltgesundheits- und Ernährungsorganisationen WHO sowie der FAO abwarten. Das entspricht dem Vorsorge-Prinzip, dem die EU-Kommission verpflichtet ist."

Hier die Gründe, die gegen die Verwendung von Glyphosat sprechen:
 http://www.greens-efa.eu/sieben-gruende-glyphosat-zu-verbieten-15239.html

Schlagwörter:

Video

Newsletter